MELO
Für die denkmalgeschützte Marie-Elisabeth-Lüders-Oberschule in Berlin wurde ein gestalterisches Konzept entwickelt, das die Präsenz der Schule im Stadtraum sichtbar macht und sich gleichzeitig sensibel in die historische Fassade einfügt. Ziel war eine Lösung, die sowohl gestalterisch überzeugt als auch die strengen Auflagen eines denkmalgeschützten Gebäudes erfüllt. Nach einer präzisen Analyse der Architektur fiel die Entscheidung auf eine ehemalige Fassadennische, die ursprünglich eine Statue beherbergte. Heute trägt sie die Initialen der Schule MELO und wird so zu einem integralen Bestandteil der Gebäudeidentität.
Die eigens entworfenen, gefalzten Aluminium-Buchstaben sind hinterleuchtet und spielen bewusst mit Tiefe, Perspektive und Wahrnehmung. Durch ihre dreidimensionale Wirkung entfaltet sich der Schriftzug je nach Blickwinkel und Bewegung der Betrachter:innen. Auch das Material verändert seine Anmutung im Zusammenspiel mit Licht und Umgebung und verstärkt so den visuellen Effekt. Gleichzeitig wurde die Konstruktion so reduziert wie möglich gehalten, um die historische Substanz zu schützen und nur minimale Kontaktpunkte zur Fassade zu schaffen. Die Beleuchtung ist sensorgesteuert, dimmbar und reagiert auf Tageszeiten, wodurch sie sich dezent in den Rhythmus der Umgebung einfügt, Lichtverschmutzung reduziert und Rücksicht auf die Nachbarschaft nimmt. Das Projekt wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem für seine subtile und zugleich prägnante Integration in einen historischen Kontext.
- Jahr
- 2017
- Projektstatus
- Gebaut



