Deutsche Botschaft in Wien

Metternichgasse 3, A-1030 Wien Wien, Áustria
Blick durch den Garten von der Residenz zur Kanzlei
Photo © tschinkersten fotografie

Seit 1879 ist die deutsche Auslandsvertretung in Österreich im Botschaftsviertel nahe dem Unteren Belvedere ansässig. Das im Jahr 2025 zur Nutzung übergebene neue Botschaftsgebäude profitiert – wie schon seine beiden Vorgängerbauten an gleicher Stelle – von der großzügigen Distanz zu den umliegenden Straßen. Ein weitläufiger Garten umrahmt das Ensemble und verleiht ihm ein markantes Alleinstellungsmerkmal in seiner Umgebung. Die Architektur der Botschaft vermittelt Offenheit und Leichtigkeit und tritt in einen sichtbaren Dialog mit dem städtischen Umfeld des Gastgeberlandes.
Der Neubau steht wie seine beiden Vorgängerbauten zurückversetzt von den Baufluchten der gründerzeitlichen Umgebung auf dem Grundstück. Dadurch wird das Botschaftsgebäude von einem großzügigen Garten mit altem Baumbestand umgeben; zugleich trägt der Abstand zum öffentlichen Raum den Sicherheitsanforderungen Rechnung.
Die Baukörper sind vollständig mit Krastaler Marmor verkleidet, einem Naturstein aus dem Gastgeberland Österreich. Seine helle, lebendige Oberfläche verändert je nach Lichteinfall ihre Anmutung und verstärkt so die Plastizität der architektonischen Komposition. In den Bodenbelag der Residenzterrasse, ebenfalls aus Krastaler Marmor gefertigt, sind Bodenreliefs integriert, die als Kunst am Bau von Blasius Spreng für den Vorgängerbau von Rolf Gutbrod geschaffen wurden. Ein besonders intensives Zusammenspiel von Kunst und Architektur zeigt sich im neu geschaffenen Kunstwerk „Deform“ von Stefan Sous. Dabei handelt es sich um eine kreissegmentartige Verformung des die Botschaft umgebenden Zauns – ein künstlerischer Eingriff, der symbolisch einen Teil des Botschaftsgrundstücks an die Wiener Öffentlichkeit zurückführt.

Der Neubau steht zurückversetzt von den Baufluchten auf dem Grundstück
Photo © Bernd Hiepe
Das Botschaftsgebäude wird von einem großzügigen Garten mit altem Baumbestand umgeben
Photo © Bernd Hiepe
Die große Terrasse der Bel Étage
Photo © tschinkersten fotografie
Die Baukörper sind von großzügigen Außenanlagen umgeben
Photo © tschinkersten fotografie
Eine großzügige Treppe führt von der Eingangshalle in die Empfangsräume der Bel Étage
Photo © Roland Halbe
Auskragung über der Vorfahrt
Photo © tschinkersten fotografie
Bel Étage und Residenzterrasse sind über eine Wendeltreppe mit dem Garten verbundenden
Photo © tschinkersten fotografie
Photo © tschinkersten fotografie
Photo © tschinkersten fotografie
Blick von der Haupttreppe auf den Eingang
Photo © Roland Halbe
Ano
2025
Cliente
Bundesrepublik Deutschland, Bundesministerium für Wohnen Stadtentwicklung und Bauwesen, Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Equipa
Christian Wischalla, Taina Puyn, Jana Unbehauen, Charlotte Reh, Anne Gelhaar, Evelin Wagler, Teresa Baumann, Lisa Flöter, Moritz Finckl, Katharina Groth, Tjörvi Lederer
Örtliche Bauaufsicht (ÖBA) und BauKG
FEMACON Bauconsult GmbH, A-1050 Wien
Tragwerksplanung
Pichler Ingenieure GmbH, D-10555 Berlin
Technische Ausrüstung, Thermische Bauphysik
InPlan Ingeniere GmbH, A1030 Wien
Lichtplanung
Bartenbach GmbH, A-6071 Aldrans
Brandschutz
Mag. Michael Hartisch GmbH, A-8403 Lebrig
Bauakustik, Raumakustik
JIRA ZT&SV GmbH, A-1020 Wien
Geotechnik, Bodengutachten
BBG Consult Dr. P. WAIBELT ZT-GmbH, A-1070 Wien
Freianlagen
Därr Landschaftsarchitekten, D-06120 Halle
Kunst am Bau "DEFORM"
Stefan Sous

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