Fernwärmezentrale Waldau

Photo © Katalin Deér

Die neue Fernwärmezentrale Waldau mit Salzhalle steht als freigestellter Baukörper im ehemaligen Werkhofareal beim Waldaupärkli in St. Gallen. Das neue Gebäude gleicht in seinem äusseren Erscheinungsbild einer Industriehalle. Das Bauwerk verfügt über eine Länge von rund 48 m, eine Breite von 18 m sowie eine Höhe von rund 12 m. Das teilunterkellerte Hallentragwerk gliedert sich in einfeldrige Zweigelenk-Querrahmen im Abstand von 6.0 m, Ausfachungen der Rahmen entlang der Fassadenflächen und Sheddachelemente mit quadratischem Grundriss 6.0 x 6.0 m. Die Querrahmen und Sheddachschalen wurden aus vorgefertigten Betonelementen in Montagebauweise realisiert, während die übrigen Tragwerkselemente in Ortbetonbauweise erstellt wurden. Die Tragstruktur in Massivbauweise gewährleistet den Witterungsschutz der Anlage und dient dem Schutz der Umgebung vor Schallemissionen, die durch den Betrieb der Dieselgeneratoren verursacht werden. Über dem in konventioneller Ortbetonbauweise erstellten Untergeschoss sorgen Rahmen, montiert aus drei biegesteif verbundenen, vorfabrizierten Betonelementen, für den vertikalen Lastabtrag aus der Dachfläche und die Stabilisierung der Halle in Querrichtung. Zwischen den Stielen der vorfabrizierten Betonrahmen wurden als Aussenwände Ausfachungen aus gestocktem Recyclingbeton mit Mischabbruchzuschlägen (RC-M-Beton) in Sichtbetonqualität eingesetzt. Die Dacheindeckung aus sich selbst tragenden, dünnen Betonschalen mit 15 cm Bauteildicke wurde ebenfalls vorgängig im Werk hergestellt. Durch den Einsatz der Vorfabrikation entfielen aufwendige, in grosser Höhe zu erstellende Schalungsarbeiten, was eine besonders wirtschaftliche Ausführung der Bauarbeiten gewährleistete.

Leistungen
Tragwerk und Baugrube:
Wettbewerb
Projektierung
Submission
Realisierung

Photo © Katalin Deér
Photo © Katalin Deér
Engineers
LÜCHINGER MEYER PARTNER AG
Ano
2016
Status do projeto
Built
Cliente
Sankt Galler Stadtwerke
Architekten
Thomas K. Keller Architekten

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