Sporthallen BZT Frauenfeld
Der Neubau zweier gestapelter Hallen in innovativer Holzbauweise zeichnet sich durch eine landressourcenschonende, effiziente Raumnutzung und nachhaltige Gestaltung aus. Erstmals in der Schweiz wurde eine Holz-Betonverbundecke bei einer Sporthalle eingesetzt. Das regional verwendete «Käferholz» aus dem eigenen Staatswald der öffentlichen Bauherrschaft ist eine weitere Besonderheit. Das verbaute Holz, also fast das ganze Gebäude, wächst im Schweizer Wald in rund 30 Minuten wieder nach.
Die Konstruktion und Verkleidungen sind aus Fichtenholz, was die Architektur entscheidend beeinflusst. Die klare Primärstruktur ist von außen gut ablesbar und umlaufende Fensterbänder verleihen dem Gebäude eine horizontale Gliederung. Auch im Innenraum dominiert Holz, was eine natürliche Atmosphäre mit einem behaglichen Raumklima schafft. Eine Holz-Betonverbundecke wurde bis anhin noch nie bei einer Bauaufgabe dieser Art eingesetzt. Sie stellt gegenüber einer Stahlbetonlösung ein leichtes System dar.
Das Projekt steht im Kontext nachhaltiger, ressourcenschonender Bauweise. Die öffentliche Bauherrschaft hat regionales «Käferholz» aus dem eigenen Staatswald bestellt. Bei einem Gesamtvolumen von 603 m3 stammen 565 m3 aus diesem Wald, was Transport- und Herstellungsketten minimiert und zu einer massiven Reduktion der Umweltauswirkungen und Förderung der lokalen Wirtschaft führt. Die Aufteilung in Primär- und Sekundärstruktur erlaubt einen getrennten Rückbau und somit die Wiederverwendung der Bauteile.
- Jaar
- 2024
- Projectstatus
- Built

















