Sanierung Pfarrkirche St. Johann
Die letzte Sanierung der Pfarrkirche St. Johann liegt rund 50 Jahre zurück. Im Rahmen einer liturgischen Erneuerung sollen gestalterische Elemente der letzten Sanierung rückgängig gemacht werden, die Kirchentechnik überarbeitet und die Orgel turnusmässig erneuert werden.
Seit 1253 ist Rapperswil eigenständige Stadtpfarrei. Zuvor unterstand die Kirche dem Kloster Pfäfers bei Ragaz. Das heutige neugotische Gotteshaus mit den ungleichen romanisch-gotischen Türmen ist nach dem verheerenden Brand 1882 in grossen Teilen neu gebaut werden. Die erste Kirche im Schatten der Burg ist im Auftrag des Grafen von Rapperswil zur Zeit der Stadtgründung um 1229 erbaut worden.
Die Ausgrabungen anlässlich der Renovation von 1970/71 ergaben das Bild einer romanischen Saalkirche mit gerader Chorabschlussmauer, an die sich Teile des Friedhofs anfügten. Die Kirche wurde 1383 zur Burg hin um 8 Meter verlängert und erhöht. Zum romanischen Nordturm der Saalkirche gesellte sich nach 1441 der gotische, etwas grössere Südturm. Den gotischen Umbau 1493-97 (dreiseitiger Chor mit Rippengewölbe, Masswerkfenster) ermöglichten Sammelaktionen in habsburgischen Städten sowie ein Vermächtnis der Gräfin Gutta von Reinach-Wertheim. Die nach dem reformatorischen Bildersturm 1531 entstandenen Renaissance Flügelaltäre in den Seitenkapellen blieben vom verheerenden Kirchenbrand 30. Januar 1882 verschont, da sie in der Barockzeit in anderen Kapellen versetzt wurden. Auch der im Turmgewölbe gesicherte Kirchenschatz hat den Brand überstanden: Meisterwerke der Rapperswiler Goldschmiede Breny, Dietrich, Domeisen, Büssi, Ysenschlegel u.a.
(Peter Röllin, Kulturbaukasten Rapperswil-Jona, 36 Museen unter einem Dach, Seite 48, 49)
- 年
- 2026 - 2029
- クライエント
- Katholische Kirchgemeinde Rapperswil
- チーム
- Frank Roskothen, Diana Vazquez Martinez, Andri Pfister






