Zollverein School

Essen, Germania
Disegno © Transsolar

Zu Beginn eines jeden Projekts – als Grundlage eines ganzheitlichen Energie- und Komfortkonzepts – werden die lokalen Gegebenheiten und klimatischen Bedingungen des Standortes untersucht. Hierzu zählen das Makro- und Mikroklima, eventuelle Lärmquellen, die Luftqualität, Bodenaufbau und, wie dieses Beispiel zeigt, nutzbare natürliche Energieressourcen. Das Klima in Essen ist moderat, nur selten werden Temperaturen unter 0°C bzw. über 30°C erreicht.

Die Kohlenzeche Zollverein wurde 1986 geschlossen, allerdings blieben der Minenschacht und die unterirdischen Tunnel in einer Tiefe von 1.000 m für eine eventuelle zukünftige Nutzung erhalten. Um die Mine vor Überflutung zu schützen, muss die Deutsche Steinkohle AG – als öffentlicher Eigner – das sich ansammelnde Grundwasser aus der Mine pumpen. Dieses mit Schwermetallen belastete und schwer mineralhaltige Wasser wird ganzjährig mit einer Temperatur von 29°C und einem Volumenstrom von 600 m³/h aus der Mine in die Emsch gepumpt. Nun wird dieses Wasser als CO2 - freie Energiequelle zum Beheizen der Designschule genutzt. Dies erlaubte den Bau von monolithischen Betonaußenwän-den mit einer thermisch aktiven Dämmung.

Architekten
SANAA, Tokio
mit Heinrich Böll, Essen

Foto © Anja Thierfelder
Foto © Anja Thierfelder
Foto © Anja Thierfelder
Foto © Anja Thierfelder
Ingegneri
Transsolar KlimaEngineering
Anno
2006
Stato del progetto
Costruito

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