Hilti Innovationszentrum

Zumtobel | HILTI, Schaan (FL)
Video © Zumtobel Licht AG
Foto © Jens Ellensohn

Ressourcenschonendes LED-Upgrade
Nachhaltige Sanierung von 1750 leuchten mit massgeschneiderten LED-umbausets

Das 2015 eröffnete Innovationszentrum am Firmenhauptsitz in Schaan bietet 400 Mitarbeitenden den Raum und die Infrastruktur, um zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln und zu erproben. Damals wie heute verfolgt Hilti das Ziel, mit einem inspirierenden Arbeitsumfeld den Entwicklungsprozess neuer Technologien und Produkte zu fördern. Die Beleuchtung wurde daher individuell auf die Architektur abgestimmt. L-förmige Sonderleuchten mit 360° abstrahlendem Licht kombinieren hohe Beleuchtungsstärken mit bester Entblendung. Beim Umstieg auf LED stand daher die Frage im Raum, ob es denn nicht möglich und im Zuge der Nachhaltigkeitsbestrebungen sinnvoll wäre, die knapp 2000 Leuchten weiter zu verwenden.

Gute Argumente für eine Beleuchtungssanierung findet Christian Ranacher in der DNA des Unternehmens. Hilti achtet darauf, Ressourcen bestmöglich einzusetzen und für sämtliche Gebäude langlebige und recycelbare Materialien zu verwenden - für einen minimalen CO₂-Fussabdruck. Die hochwertigen Leuchten für das Innovationszentrum, welche ursprünglich als Sonderlösung von Zumtobel entwickelt wurden, werden durch die Sanierung einer neuen Nutzung zugeführt. So ist es möglich, all jene Ressourcen und Emissionen einzusparen, die in der Produktion für eine neuen Leuchte anfallen würden.

"Wir haben für unser Innovationszentrum nach einer nachhaltigen Lösung gesucht, um die Leuchtstoffleuchten zu ersetzen", beginnt Marco Belleri, Corporate Construction Manager bei Hilti, seinen Rückblick auf die Beleuchtungssanierung. Zumtobel habe insbesondere dadurch begeistert, dass sie "sehr konkret auf unsere Bedürfnissee eingegangen sind", begründet Belleri die Entscheidung.

Eine Leuchte ist ein gut abgestimmtes Gesamtwerk aus Form und Funktion. LEDs erzeugen nicht dasselbe Licht wie eine Leuchtstofflampe, die eine Lichtquelle lässt sich nicht so einfach durch eine andere ersetzen. Die Lösung für Hilti wurde in einem eigens entwickelten Sanierungsmodul gefunden, in dem das Licht mit LED-Streifen seitlich in eine Lichtoptik eingekoppelt und über Lichtleiterplatten gelenkt wird.

So ist der Leuchtenkorpus nach dem Umbau gleichmässig erhellt – ohne sichtbare Lichtquelle. Auch bei der Farbtemperatur wurden die Leuchten durch das LED-Update deutlich aufgewertet. Einheitliche 4000 Kelvin erzeugen nun eine homogene Lichtstimmung, selbst wenn die Leuchten gedimmt sind. Die alten Leuchtstoffröhren gehören somit der Vergangenheit an. Ein weiterer Vorteil liegt in der Dimmbarkeit der LEDs. Waren zuvor die Leuchten für Arbeitsplätze oder Verkehrszonen unterschiedlich bestückt, so haben jetzt alle Leuchten das gleiche, im Lichtlabor überprüfte LED-Modul. Die gewünschte Beleuchtungsstärke wird flexibel über die Lichtsteuerung eingestellt, was sich positiv auf den bereits verringerten Energieverbrauch der LED-Beleuchtung auswirkt. Es wird erwartet, dass dieser deutlich unter der Anschlussleistung liegt. Genaue Messungen werden noch durchgeführt.

Lichtoptik, Einbaurahmen und Konverter wurden im Werk als Umbauset vormontiert und einer Funktionsprüfung unterzogen. Mit den typengeprüften Komponenten liefert Zumtobel auch die Umbauanleitung, die Konformitätserklärung und das Typenschild – und übernimmt somit die Produkthaftung. Auch bei der Frage nach dem Marken- und Patentschutz gab es in diesem Fall keine Konflikte, da die ursprüngliche Leuchte und das Umbauset vom selben Hersteller stammen.

Transparenz hinsichtlich der Umweltverträglichkeit bekommt Hilti durch die zur Verfügung gestellten Environmental Product Declarations. "Wir haben die Möglichkeit, nicht nur für Neuprodukte, sondern auch für Sanierungsmodule entsprechende EPDs zu erstellen", erklärt Ines Göbel, Sustainability Managerin der Zumtobel Group. "Damit können wir eine detailliertere Aussage über die Lifetime Performance des Produktes geben. Von der Produktion über die Nutzungszeit bis hin zur Entsorgung", umreisst sie Inhalt und Zweck der Nachhaltigkeitserklärung. Schon beim Design und der Konstruktion der Leuchten achtet Zumtobel darauf, dass die Produkte wiederverwendet, wiederaufbereitet und verwertet werden können.

Die grosse Anzahl an Leuchten im Hilti Innovationszentrum erforderte eine schrittweise Sanierung. Über drei Monate hinweg wurden in 32 Etappen 1750 Leuchten umgerüstet. So war es den Mitarbeitenden möglich, im Homeoffice oder an einem anderen Arbeitsplatz zu arbeiten, während ihre Arbeitsplätze saniert wurden. Leuchte für Leuchte wurde demontiert, umgebaut, wieder angeschlossen und in das KNX-System integriert. Die Leuchtstofflampen, alten Optiken und Betriebsgeräte, die nicht wiederverwendet oder verwertet werden konnten, wurden gesammelt und an ein Recycling-Unternehmen übergeben, um dort – mit höchsten Standards in Bezug auf Ökologie – wertvolle Sekundärstoffe rückzugewinnen und Schadstoffe umweltgerecht zu entsorgen.

Gefragt nach dem Fazit zeigen sich die Projektverantwortlichen der Hilti AG äusserst zufrieden mit dem LED-Upgrade. "Zumtobel und Hilti sind zwei Firmen, die wunderbar zueinander passen. Bei den Themen Qualität, Service und Kundenorientierung teilen wir die gleichen Werte. Wir spüren seit Jahrzehnten, dass wir als Kunde sehr wertgeschätzt werden", fasst Christian Ranacher abschliessend zusammen.

Lichtsanierung: Optimal abgestimmte Beleuchtungsstärken und eine einheitliche Farbtemperatur machen einen deutlichen Unterschied.
Foto © Jens Ellensohn
Das Zumtobel Komplettpaket für eine Sanierung umfasst eine Montageanleitung für den Umbau vor Ort, ein lichttechnisches Datenblatt und EPDs zur Bescheinigung der Nachhaltigkeit.
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Hilti Innovationszentrum, Schaan | LI
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Produttore
Zumtobel Licht AG
Anno
2024
Project Status
Costruito

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