Neubau Singerweg

Basel, Suisse
Photo © Tom Bisig

Aus einer spannenden Volumetrie entstanden hier 30 Wohnungen mit einem nachhaltigen Energie- und Haustechnikkonzept: Aus ökologischen und ökonomischen Gründen deckt eine Erdsonden-Wärmepumpe den Wärmebedarf im Winter und kühlt an heissen Sommertagen.

Der Neubau der Versicherungskasse SWISSLOS liegt im äusseren Gellert, im Gebiet welches dreiseitig von der Stadtautobahn umschlossen ist. Der Kontext zeichnet sich durch eine heterogene Bebauungsstruktur von 3- und 4-geschossigen Zeilenbauten, einem markanten, langen Gewerbebau und einem Punkthochhaus aus. Ziel der Bauherrschaft ist es in einem Ersatzbau attraktive, zahlbare Mietwohnungen anbieten zu können.
Die vorgeschlagene städtebauliche Setzung definiert ein 15 m tiefer Baukörper entlang der Nord- und West-Baulinie. Der Neubau spannt sich zwischen dem 4-geschossigen genossenschaftlichen Zeilenbau im Osten und dem 4-geschossigen Gewerbebau im Süden und definiert so einen grosszügigen Gartenraum, der sowohl für die Wohnungen im Neubau, wie diejenigen der Genossenschaft einen Mehrwert und Weitblick schaffen. Das mit Vor- und Rücksprüngen gegliederte und nach innen geknickte Gebäudevolumen stärkt die städtebauliche Absicht, den Grünraum schützen und attraktiv gestalten zu wollen. Die spannende Volumetrie lässt 30 interessante Wohnungen entstehen, die optimal auf die örtlichen Gegebenheiten reagieren.

Der 3-geschossige Baukörper wird in seinem architektonischen Ausdruck über die volumetrische Gliederung, die strukturellen Öffnungen bei den Risaliten, Balkonen, Eckefenster in den dazwischenliegenden, vor- und rückversetzen Wandbereichen geprägt. Der Attikaaufbau setzt sich durch seine klaren Linien gegenüber dem Regelgeschossen deutlich ab. Dadurch erhält das Gebäude einen eleganten Abschluss

Die 30 Wohnungen sind über den Singerweg bequem und stufenlos erreichbar und bilden im Gesamtbild eine stimmige Adressierung. An die drei Erschliessungskerne angrenzend befindet sich im Untergeschoss die Einstellhalle mit 19 Parkplätzen. Der Zugang in die AEH erfolgt über die Abfahrtsrampe welche an die Prattelerstrasse angebunden ist. Diese dient auch zur Erschliessung der 70 Veloabstellplätze.

Der vielfältige Wohnungsmix bietet von Studios über 2.5 bis 4.5 Zimmerwohnungen. Die grösseren Wohnungen folgen dem Grundprinzip des Durchwohnens. Der Wohn-, Ess- und Kochbereich ist offen gestaltet, zweiseitig orientiert und erweitert sich räumlich auf den zur Hofseite vorgelagerten, grosszügigen Balkon. Zur Grundaustattung gehören neben einem separaten WC mit WM/TU auch ein Reduit. Bei den kleineren Wohnungseinheiten wurde dies reduziert. Die Erdgeschosswohnungen verfügen Gartenseitig über einen privaten Sitzplatz.

Aus ökologischen und ökonomischen Gründen wird die Erdsonden-Wärmepumpe eingesetzt, die 65 % des Energiebedarfs gewährleistet. Eine Photovoltaikanlage reduziert den Strombezug aus dem öffentlichen Netz. Infolge des Standortes und den einwirkenden Emissionen wie Schall und Staub wird eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung eingebaut.

Photo © Tom Bisig
Photo © Tom Bisig
Photo © Tom Bisig
Photo © Tom Bisig
Photo © Tom Bisig
Photo © Tom Bisig
Visualisation © Tom Bisig
Visualisation © Tom Bisig
Architectes
Flubacher Nyfeler Partner Architekten
Année
2022
Project Status
Construit
Client
Versicherungskasse SWISSLOS

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