Glambecker Mühle

Glambecker Mühle, Angermünde, Deutschland
Mühlengebäude
Foto © ALV

Das Mühlengehöft liegt ca. 1,7km nordwestlich des Ortes am Schnittpunkt des Weges nach Glambeck und des Flüsschens Welse. Das Gesamtgelände stellt sich neben der Hofstelle als Mühlenteich, Erlenbruch, Wald, Feuchtwiesen und kleine Fischteiche dar. Insgesamt umfasst es ca. 16,5ha. Die Flächen gehören dem Regionalverband des NABU Angermünde. Die Klara-Samariter Stiftung als Sponsorin ermöglichte sowohl den Kauf der Flächen und Gebäude als auch die Sanierung des Hauses.
Krassuski Projektmanagement betreut seither die Realisierung der Vorhaben rund um die Glambecker Mühle.

Für das Gesamtgelände und die Gebäude gibt es folgende Nutzungskonzepte:
1. Artenschutzprogramm Europäische Sumpfschildkröte
2. Stützpunkt der Naturwacht des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin
3. Basislager der Arbeitsgruppe Kranichschutz
4. Arbeitsort für die Mitglieder des NABU-Regionalverbandes Angermünde
5. Arbeitsplatz für Doktoranten, Praktikanten, Wissenschaftler

Als Ersterwähnung des Mühlenstandortes gilt das Jahr 1287. Die Mühlengebäude stehen unter Denkmalschutz. Regionale Bedeutung erlangen sie durch ihre Funktion als Mahl- und Schneidemühle. Der Mahlbetrieb dauerte bis 1900 an. Das Müllerhaus wurde 1945 zerstört, kurz darauf die Mühle zum Wohnhaus umgebaut. Die jetzige Bebauung wurde vermutlich anstelle älterer Vorgängerbauten in der Zeit um 1850 errichtet. Erhalten sind das frühere Mühlengebäude (jetzt Wohnhaus) und eine Stall-Scheune.
Entlang der Gebäuderückseite des Mühlengebäudes verläuft der Mühlbach, das Mühlrad funktionstüchtig nachgebaut. Die Stall-Scheune als eingeschossiger Fachwerkbau unter Satteldach, anfangs mit Lehmstakengefachen, jetzt Ziegelausfachung. Scheunentor und Stalltüren wurden nach Vorbild erneuert. Zum Ensemble gehören die kleinteilige Hofpflasterung sowie die funktionstypischen wasserbaulichen Anlagen (Mühlenteich, Mühlenbach mit Resten eines Stauwehrs).
Orts- und regionalgeschichtlich wichtiges Ensemble, das mit seinem bewahrten Bestand auf die rund siebenhundertjährige Nutzung des Standortes als Wassermühle verweist.

Wohnhaus Mühlengebäude:
Wohnfläche: 142 m²
Nutzfläche: 197 m²
BRI: 744 m³

Gesamtkosten (netto): 270.850 EUR

Architektenleistungen der LP 1-9 der HOAI

Scheune
Foto © ALV
Detail Scheune
Foto © ALV
Detail Mühlengebäude
Foto © ALV
Scheune
Foto © ALV
Architekten
Planungsbüro ALV
Jahr
2006
Projektstatus
Gebaut
Bauherrschaft
Klara-Samariter Stiftung
Team
Krassuski Projektmanagement

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