Feuerwache Tuttlingen

Stockacher Straße 162, Tuttlingen, Deutschland
Foto © Stefan Müller

Neubau der Freiwilligen Feuerwehr mit Einsatzzentrale, Verwaltung und Schulung, Technik, Fahrzeughalle, Werkstätten, kombiniertem Schlauch- und Übungsturm

Eine Feuerwache mit ihren vielfältigen funktionalen Anforderungen bedarf einer grundlegenden Gestaltidee, welche das Gebäude in einen Gesamtorganismus verwandelt und diesem eine unverwechselbare Identität verleiht:
Bei dem Neubau für die freiwillige Feuerwehr in Tuttlingen werden die vielfältigen Gebäudefunktionen der Feuerwehr in ein geometrisch reduziertes, zweigeschossiges Baukörpervolumen integriert. Dabei werden architektonische Artikulationen, welche diese einfache Gebäudedisposition verunklären könnten, bewusst vermieden.

Das Haus wird mit soliden, wertbeständigen Materialien gebaut und erhält eine dauerhafte Fassade aus hart gebranntem Klinker, dem ältesten und traditionsreichsten Baumaterial. Dieser ist nicht in rot, sondern in einem farblich changierendem anthrazit-grauem Farbspektrum gewählt, um die roten, in Reihe stehenden Einsatzfahrzeuge zum Vorplatz hin über die verglasten Feuerwehrtore gebührend in Szene zu setzen. Damit wird der technische Charakter des Hauses unterstrichen. Die homogene Gestaltung verschafft dem lagernden Gebäude eine angemessene Präsenz im Stadtraum und strahlt eine zurückhaltende Eleganz aus.

Die neue Feuerwache ordnet sich mit einem einfachen, längsgerichteten Bauvolumen in den städtebaulichen Kontext vorstädtischer Gewerbebauten ein und tritt in räumliche Beziehung zum parallel stehenden Polizeigebäude auf dem Nachbargrundstück im Westen.
Gleichzeitig wird die Straßenkreuzung Stockacher Straße / Im Jungen Steigle mit dem neuen Gebäude akzentuiert, ohne einen den Straßen folgenden Blockrand auszubilden. Hier tritt die neue Feuerwache durch einen offenen Vorplatz, etwas von der Straße abgerückt, mit ihrer transparent einsehbaren Fahrzeughalle weithin sichtbar in Erscheinung und bildet so einen angemessenen baulichen Auftakt am Stadteingang von Tuttlingen.

Der 15m hohe Schlauch- und Übungsturm, welcher sich aus dem horizontal lagernden Gebäudevolumen an der Stirnseite im Süden entwickelt, setzt ein städtebauliches Zeichen, welches auch von der nahe gelegenen Bundesstraße aus gut sichtbar ist. Die Nachtgestalt des Gebäudes wird gleichermaßen durch den dann illuminierten Turm geprägt, welcher dazu beiträgt, die Feuerwehr in Tuttlingen stärker zu identifizieren.

Wettbewerb
2-phasiger Realisierungswettbewerb 2008 - 2. Preis

BGF

3.235  m²

BRI

17.874  m³

LPH 2-9

Auszeichnungen
DAM Preis für Architektur in Deutschland 2018 - Nominierung
Fritz-Höger-Preis für Backstein-Architektur 2017, Winner Special Mention
Deutscher Ziegelpreis 2017, Anerkennung

Foto © Stefan Müller
Foto © Stefan Müller
Foto © Stefan Müller
Foto © Stefan Müller
Foto © Stefan Müller
Foto © Stefan Müller
Foto © Stefan Müller
Foto © Stefan Müller
Zeichnung © GEORG • SCHEEL • WETZEL ARCHITEKTEN
Architekten
SCHEEL WETZEL ARCHITEKTEN
Jahr
2016
Project Status
Gebaut
Bauherrschaft
Stadt Tuttlingen
Objektüberwachung
Weber Architekturbüro
Tragwerksplanung
Breinlinger Ingenieure

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