Aurelis (Haus Watt) Mannheim

Boveristrasse 22, Mannheim, Deutschland
Foto © HG Esch

Revitalisierung einer Bestandsimmobilie

Generationswechsel: Die loftartigen Raumstrukturen einer Kantine aus den 70er Jahren werden zu einem spannenden Gebäude für New Work.

Der 70s Klassiker befindet sich auf dem Gelände des Turbinenwerks Mannheim. Aurelis Real Estate entwickelt das 20 ha große Gewerbegebiet mit Respekt vor seiner Industriegeschichte. Unser Auftrag ist, das Objekt sensibel umzuwidmen und dabei das Potenzial der Bestandsarchitektur zu stärken.

Dem Unternehmen ist Authentizität ebenso wichtig wie Qualität von Material und Ausführung. Deshalb greifen wir die Architektur und Formensprache aus den 70ern auf und interpretieren sie neu. Das zeigt sich bereits beim Eingangsportal. Als skulpturales Entree in sattem Orange wird es künftige Besucher regelrecht ins Gebäude ziehen. Es stimmt ein, auf das was folgt: ein offenes und repräsentatives Multi-Space-Office mit stilistischen Anspielungen an die pulsierenden 70er Jahre.

Der Rahmen für eine großzügige Bürolandschaft im New Work-Stil, wie von Aurelis gewünscht, ist gegeben: Ein durchlaufendes Fensterband belichtet die weitläufigen Flächen, dazu kommen die 5,80 Meter hohe Decken. Ideale Voraussetzungen für unseren Entwurf, der unterschiedliche Raumtypen vorsieht, die sich sinnvoll ergänzen: ein repräsentatives Büro für die Geschäftsleitung, Meetingräume, eine offene Empore, Rückzugszonen und Telefonbox. Auch ein Co-Working Bereich ist vorgesehen. Podest und Empore bilden eine starke, solide Raum-im-Raum-Skulptur. Co-Working-Bereich und Telebox werden als helle, transluzente Kuben kontrastreich entgegengesetzt.

Unter dem Motto „Rough Elegance“ bleibt der Rohbau in den Innenräumen sichtbar. Vor allem technische Materialien wie Heraklithplatten, Naturstein, Beton, Glas, Stahl und Holz sowie Industrieleuchten betonen den ursprünglichen Charakter von Haus Watt und dem Turbinenwerk. Der Deckenbereich wird aufgearbeitet und veredelt, ebenso der Fliesenbestand aus Terrazzo. Ein intensives Rostbraun macht die Decke zum Eyecatcher. Als farbige Haube betont sie die Raumhöhe und nimmt die Akustikmodule auf.

Ansonsten ist die Tonalität von Innenausstattung solide, puristisch und repräsentativ, gleichzeitig natürlich, modern und funktional. So werden z.B. die Podeste mit Wildeiche verkleidet. Auch Teeküche oder Coworking-Box tarieren den rauen Charme der technischen Materialien aus in Richtung transluzent, frisch, freundlich. Hellblaue Wandfarbe im Wechsel mit ebensolchen getönten Metrofliesen bilden das Passepartout für Möbel in hellen Beige- und Brauntönen.

Bei der Neuentwicklung von Haus Watt wirken Innenarchitektur und Architektur ideal zusammen. Somit entsteht ein New Work Space aus einem Guss, der die Vergangenheit respektiert und die Zukunft einlädt. Die Fertigstellung der Gastronomie erwarten wir für 2024.

Foto © HG Esch
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Foto © HG Esch
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Architekten
LEPEL & LEPEL GmbH
Jahr
2022
Project Status
Gebaut

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