Genossenschaftshäuser KAB
Die zwei Genossenschaftshäuser an der Diebold-Schilling-Strasse 29 und 31 sind Teil einer in den 1950er-Jahren erbauten Wohnsiedlung, die sich parallel zum Hang aufreiht. Im Sinne einer städtischen Verdichtung bilden zwei Wohnbauten den Übergang zwischen Wohnquartier und der historischen Museggmauer. Dazwischen spannt sich ein innerstädtisches Naturgebiet auf, das durch die präzise Setzung der Volumina kanalisiert wird und eine Verbindung vom Hinter-Musegg-Park über den Biodiversitätsgarten Luzerns bis zum Wettsteinpark schafft. Durch das Auffächern der Baukörper sowie die vorgelagerten, selbsttragenden Balkonschichten an Nord- und Südfassaden fügen sich die Gebäude in die Quartiersstruktur ein und treten zugleich in einen Dialog mit der Museggmauer und ihrer Topografie.
Die Grundrisse sind orthogonal zum Hang ausgerichtet und folgen der Typologie des Durchwohnens. Der Wohnraum erstreckt sich von der hangseitigen Südfassade zur talseitigen Nordfassade und ermöglicht trotz Topografie eine optimale Besonnung. Die Verschiebung von Wohn- und Essbereichen erzeugt eine diagonale Raumfigur, die die Räume zoniert und die Umgebung räumlich aufnimmt. Die beidseitigen Balkone erweitern dieses Prinzip: Talseitig öffnen sie sich zum urbanen Raum, nordseitig in den geschützten Naturraum.
- Jahr
- 2025
- Projektstatus
- Gebaut


















