Erweiterung

Fotografia © Thomas Flechtner

Die städtebauliche Konzipierung der Wohnbauten an der Langgasse beruht auf der Akzeptanz der Realitäten der alten Siedlung Zelgli.

Die Ergänzungsbauten Langgasse nehmen das Thema des Versatzes der siebten und achten Zeile der Zelgli-Siedlung auf und verstärken damit die spezielle Aussenraum-Charakteristik in diesem Teil der Siedlung. Sie führen die Rhythmisierung weiter und beziehen sich in ihrer Sprache auf das Ambiente der alten Siedlung, auf ihre Einfachheit und pragmatische Funktionalität.

Die Massigkeit der neuen Bauten ist Ausdruck der Verdichtung, die an diesem Ort den Abschluss der Siedlung thematisiert. Sie ist gleichzeitig auch Ausdruck für die neuen Wohnungstypen: Die kleinen Geschosswohnungen mit zwei oder drei Zimmern, die als Klein- oder Alterswohnungen genutzt werden können, erweitern das Wohnungsangebot innerhalb der Siedlung.  

Die Materialisierung der Ergänzungsbauten nimmt Bezug auf die gleichzeitig realisierten Erweiterungsschichten vor den Reihenhäusern. Die grauen, glatten Eternithüllen der  Fassaden mit den Schiebeläden aus Sperrholz adaptieren sich an die abwechselnd hellen und dunklen Eternitplatten der Erweiterungsschichten und machen das Ganze als einheitliches Konstrukt lesbar.

Dank dem System von Schiebewänden sind die kleinen Wohnungen in ihrer ganzen Dimensionierung, ihrer ganzen Tiefe erlebbar, sie wirken transparent, sind von einer Fassade zur anderen lichtdurchflutet. Die einzelnen Wohnungsbereiche, die sich stufenweise durch Schliessen der Schiebewände abtrennen lassen, sind jeder für sich neutral und flexibel nutzbar.  

Die Balkone sind räumlich in die Wohnung einbezogen und erweitern den Wohnraum. Der Benützer bestimmt mit den Schiebeläden selber den Grad an Privatheit und an Beziehung zur Aussenwelt, den er auf seinem Balkon will.

Die spezielle Qualität der Wohnungen im Erdgeschoss besteht im starken Bezug zum Garten und zum weiteren Aussenraum. Die Wohnungen im Obergeschoss zeichnen sich im Wohnbereich aus durch grosse Raumhöhe und durch das Oblicht im Dachabsatz, durch welches von Westen her das Abendlicht einfällt.

Fotografia © Thomas Flechtner
Fotografia © Gaston Wicky
Architects
Rothen Architektur GmbH
Any
1998
Estat del projecte
Construït

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