Projektstudie Hotel- und Kongresszentrum ICC

Berlin, Niemcy

Das ICC ist ein Gebäude mit Geschichte. 1979 wurde der Veranstaltungskomplex, entworfen von dem Architektenpaar Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte, eröffnet. Bis heute fanden in dem Gebäude insgesamt 8.786 Kongresse und Veranstaltungen mit rund 11 Mio. Besuchern statt. Aufsehen erregte das Gebäude damals insbesondere durch seine neuartige, futuristische Architektur aus Beton, Stahl und Aluminium.

Der Entwurf von Jan Kleihues sieht den Erhalt des Gebäudeensembles sowie eine Erweiterung mit einem 106 Meter hohen Hotelturm vor. Mit dem Vorschlag würdigt er die Funktion des ICC als Wahrzeichen der City West und ist sich dessen bewusst, dass jeder Eingriff, der im Inneren oder an der äußeren Erscheinung etwas ändern würde, dem Gebäude auch gleichzeitig seine Seele entreißen würde. Der kreisrunde Turm soll aus der bestehenden Tiefgaragenspindel am Ende des Gebäudes erwachsen. Hierbei wird als „tragendes Element“ der alte Lüftungsschacht des ICCs genutzt. Gestaltung und Materialität orientieren sich an dem Bestandsgebäude: Der Turm ist mit einer silbrig schimmernden Fassade aus Aluminium verkleidet. Die runde Form findet sich in den außenliegenden, fast schwebend wirkenden, Treppenhäusern des ICC wieder. In der Ausführung ist der Turm jedoch filigraner. Das gleichmäßige, feine Raster, verleiht ihm ein dezentes Antlitz und unterstreicht die Wahrnehmung des Ensembles als Wahrzeichen der City West. Schon aus der Ferne ist der Turm mit einer Gesamthöhe von 137 Metern als Orientierungspunkt zu erkennen. Der Zugang zum Hotel erfolgt über den Dachgarten, der mit Aufzügen zu den Veranstaltungsbereichen des ICC und des Parkhauses verbunden ist. Der Dachgarten bietet sich hervorragend für Veranstaltungen oder als Frühstücksbereich an: Speisen und feiern mit Blick auf das Treiben der City West. Insgesamt erstrecken sich 32.000 qm Bruttogeschossfläche (BGF) über 29 Etagen mit knapp 520 Hotelzimmern.

Architekci
Kleihues + Kleihues
Project Status
Design

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