Instandsetzung Altstadthaus in Basel

Spalenberg 27, Basel, Switzerland
Nordfassade
Photo © Tom Bisig

Weitererzählen einer ereignisreichen Hausgeschichte.
Mittelalterliches Haus «Zur kleinen Tanne» in der Basler Altstadt mit Erstnennung im Brandlagerbuch um 1329. Die vorgefundene Primärstruktur der Decken und Blocktreppen wurde dendrochronologisch auf das Jahr 1367 datiert. In dem ehemals von Handwerkern und Kaufleuten bewohnten Haus fanden vermutlich um 1830 grössere Umbauten statt, da zu diesem Zeitpunkt eine Neubewertung des Hauses erfolgte.
1932 wurden das Erd- und 1. Obergeschoss grundlegend erneuert und mit einer Stahlkonstruktion mit Hourdisdecken sowie einer modernen zweigeschossigen verglasten Ladenfront versehen. Die Anbauten des ehemaligen Waschhauses mit Abort im Hof wurden abgebrochen. Im 3. Obergeschoss wurde in den hofseitigen Raum ein Bad eingebaut und der Innenhof zur Erweiterung der Ladenfläche eingeschossig überbaut.
1952 erfolgten weitere Umbauten im Inneren mit der Erneuerung des Zugangs im Erdgeschoss mit Hauseingang, Vitrinen und zurückgesetztem Ladeneingang.
1984 erfolgte der teilweise Rückbau der strassenseitigen Ladenfront mit der Rekonstruktion des ehemaligen gotischen Stufenfensters im 1. Obergeschoss, das wegen der Stahlkonstruktion etwas tiefer als ursprünglich gesetzt wurde. Die historischen Fenster in den Obergeschossen wurden durch zeitgemässe Fenster mit Isolierverglasung ersetzt.
Im Rahmen der Instandsetzungs- und Umbauarbeiten im Jahr 2025 wurden die Fassaden im Erd- und 1. Obergeschoss in Anlehnung an die Originalfassaden nach historischen Aufnahmen zu einem neuen Gesamtbild wieder hergestellt. Neue Innen- und Vorfenster wurden nach dem in der Altstadt vorherrschenden Stil des 19. Jhdt. konstruiert. Im Erdgeschoss befindet sich ein durchgehender Raum mit Hofgarten, im 1. Obergeschoss die Küche und der Essbereich, im 2. und 3. Obergeschoss jeweils 2 Zimmer und in der Mittelzone eine Dusche und ein separates WC. Im ausgebauten Dachgeschoss entstand ein grosser Wohnraum mit Gauben. Die historischen Decken, Riegelwände, Bohlenwände und die erhaltenen Blocktreppen wurden sorgfältig restauriert, ebenso die Wandnischen aus verschiedenen Epochen. Neue Einbauten wurden als moderne Elemente aus massivem Tannenholz eingefügt, die historischen Böden mit Tannenbohlen verstärkt und geschiftet. An einer Riegelwand aus dem 15. Jhdt. wurde eine Zeichnung eines "Schalksnarren" gefunden, die zeitlich dem Buch "Das Narrenschiff" von Sebastian Brandts aus dem Jahr 1497 zugeordnet werden kann. Das gesamte Haus wird über eine in den Lehmputz eingebettete Wandheizung über eine Wärmepumpe beheizt, die im Sommer eine Kühlung der Räume ermöglicht.

Eingang mit Treppenaufgang
Photo © Tom Bisig
Gewerberaum Erdgeschoss
Photo © Tom Bisig
Hofgarten
Photo © Tom Bisig
Schaufenster Erdgeschoss
Photo © Tom Bisig
Wandnischen Küche 1. Obergeschoss
Wandnische 1. Obergeschoss
Photo © Tom Bisig
Vorplatz 2. Obergeschoss
Photo © Tom Bisig
Separates WC 2. Obergeschoss
Photo © Tom Bisig
Kammer strassenseitig 2. Obergeschoss
Photo © Tom Bisig
Küche 1. Obergschoss
Photo © Tom Bisig
Bad 2. und 3. Obergeschoss
Photo © Tom Bisig
Blockstufentreppe
Vorplatz 3. Obergeschoss
Photo © Tom Bisig
Bad 2. und 3. Obergeschoss
Photo © Tom Bisig
Separates WC 3. Obergeschoss
Photo © Tom Bisig
Wohnzimmer Dachgeschoss
Photo © Tom Bisig
Wohnzimmer Dachgeschoss
Photo © Tom Bisig
1. Obergeschoss
Drawing © Gschwind Architekten AG
2. Obergeschoss
Drawing © Gschwind Architekten AG
3. Obergeschoss
Drawing © Gschwind Architekten AG
Untergeschoss
Drawing © Gschwind Architekten AG
Erdgeschoss
Drawing © Gschwind Architekten AG
Dachaufsicht
Drawing © Gschwind Architekten AG
Längsschnitt
Querschnitt, Nordfassade, Südfassade
Drawing © Gschwind Architekten AG
Dachgeschoss
Drawing © Gschwind Architekten AG
Architects
Gschwind Architekten AG BSA SIA
År
2025
Projektstatus
Built
Kunde
privat

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