Festspielhaus Bregenz

Bregenz, Austria
Photo © Bruno Klomfar

Das renommierte Festspielhaus am Bodensee wurde modernisiert, neu organisiert, stark erweitert und zu einem vielseitig nutzbaren Kultur-, Sozial- und Wirtschaftszentrum von internationalem Rang ausgebaut. Damit demonstrierten wir eindrucksvoll, wie sich ein unansehnliches Baukörperkonglomerat der späten siebziger Jahre in eine klar strukturierte und anmutige Architektur verwandeln kann. Umfangreiche und präzise Vorplanung und Vorfertigung waren erforderlich, um die komplexen Bauarbeiten, die in mehreren Etappen erfolgten, bei laufendem Betrieb umsetzen zu können.

Die Transformation des eher verschlossen wirkenden Gebäudes von 1979 in eine vielgestaltige, einladende Anlage entspringt nicht formalistischer Spielerei, sondern durchdachter Entflechtung betrieblicher Problemknoten. Zwei auffällige, überdimensionale, über dem Gebäude schwebende Riegel gliedern den weitläufigen Komplex in drei Hauptabschnitte: Studio- und Werkstattbühnenbereich, Großer Saal sowie Seetribüne. Rund um die Skulptur von Gottfried Bechtold wurde auf der Vorderseite ein neuer, öffentlicher Platz mit Ausblick auf den See geschaffen.

Direkt am Ufer der Bregenzer Bucht gelegen, dient das Festspielhaus heute als leistungsfähiges Mehrspartenhaus sowie als Veranstaltungs- und Kongresszentrum. Architektonisch von höchster Qualität, präzisiert das Bauwerk die Stelle am See und schafft mit seinen vier starkplastischen Ansichten einen unverwechselbaren Ort. Zugleich wertet es die Fläche an der Eingangsseite zu einem Platz mit urbanem Flair auf. Als signifikantes Zeichen mit Fernwirkung bietet das Gebäude eindrückliche Ausblicke auf die Bregenzer Hausberge und den See.

Die funktional logische Gliederung in Werkstattbühne, Großer Saal und Seetribüne bietet nach jeder Seite ein anderes, ansprechendes Bild: Markant und Interesse weckend die Ankunftsseite; einladend urban die Platz- und Eingangsseite; zum See nicht nur mit den Zuschauerrampen, sondern auch als Gebäude wirksam; zum benachbarten Park zurückhaltend und schlicht im Ausdruck.

Photo © Bruno Klomfar
Photo © Bruno Klomfar
Photo © Bruno Klomfar
Photo © Bruno Klomfar
Photo © Bruno Klomfar
© Bruno Klomfar
Architects
Dietrich Untertrifaller
År
2006
Projektstatus
Built

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